Manchmal befindet man sich in der Verlegenheit, jemand Geld schicken zu müssen, der kein Bankkonto hat oder von dem man es nicht kennt. Bei kleinen Beträgen behilft man sich mit Briefmarken, und bei größeren findet auch schon mal ein Geldschein im Umschlag den Weg in den Briefkasten.
Das Tückische daran ist: es gibt keine Quittung. Sie wissen nicht, ob das Geld ankommt, und Sie können auch kaum nachweisen, wo es im Falle des Falles abhanden kam. Man kann es Ihnen zwar nicht verbieten, Geld zu verschicken, aber offiziell deklariert wird es Ihnen niemand abnehmen – und falls doch, dann nur in geringem Umfang. So gilt dies bei einem Wertbrief bis 100 Euro, bei einem Wertpaket bis 500 Euro Bargeld.
Die Bank hilft da oft auch nicht weiter – bis auf die Postbank, die Reisebank und einige Sparkassen. Diese sind aus alter Postkutschen-Tradition noch mit dem amerikanischen Unternehmen Western Union verbunden, das sich mit dem weltweiten Bargeldservice befasst, oder haben viele Kunden, die diesen Service beispielsweise für Geldsendungen in die Heimat nutzen. Auch wenn ein Notfall vorliegt und jemand dringend Bargeld benötigt, kann man ihm dies über Western Union schicken.
Dazu geht man zum nächsten Schalter einer beteiligten Bank und zahlt den gewünschten Betrag in Euro ein, wobei Sie sich allerdings ausweisen müssen. Am anderen Ende, einer ebenfalls mit Western Union zusammenarbeitenden Auszahlungsstelle, steht das Geld schon nach wenigen Sekunden bereit und wird in der dortigen Währung an den Empfänger ausgezahlt. Dieser muss sich wieder legitimieren und zusätzliche Fragen beantworten, um nachzuweisen, dass er der rechtmäßige Empfänger ist.




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