Nicht immer ist der Broker, der in einer Liste an erster Stelle steht, auch derjenige, der am besten zu den persönlichen Voraussetzungen passt. Man sollte da etwas mehr Zeit investieren; schließlich sollte es ja auch eine längerfristige Angelegenheit sein, da jeder Wechsel mit Umständen und eventuell Kosten verbunden ist.
Wir empfehlen das gleiche Vorgehen wie bei der Auswahl eines Girokontos. Suchen Sie sich ein einigermaßen repräsentatives Quartal aus Ihrem bisherigen “Börsenleben” aus. Eventuell fehlende Transaktionen, die nur selten vorkommen, werden falls erforderlich ergänzt. Dann überlegen Sie sich noch, ob Sie in der Zukunft Ihre Strategie ändern wollen, und beziehen Sie auch diese Änderungen in den Vergleich ein.
Nicht immer bietet der Broker alles an. Wollen Sie an Auslandsbörsen handeln? Benötigen Sie für US-Aktien ein zweites Depot auf Dollar-Basis, oder beschränken Sie sich nur auf die in Deutschland gehandelten Aktien. Da gibt es manche ausländischen Wertpapiere, die nur im Freiverkehr gehandelt werden – was kosten diese Transaktionen? Werden Anleihen angeboten? Welche Optionsgeschäfte sind möglich und vor allem auch zulässig? Und wenn Sie sich in den Derivate-Dschungel wagen: wie sehen da die Gebühren aus?
Auch die Mindesteinlage und die Zinsen auf Guthaben oder im Kreditfalle können ein Auswahlkriterium sein. Wenn Sie mit der Gebührentabelle nicht klar kommen, scheuen Sie sich nicht, das Musterdepot an den Broker zu schicken und um ein Angebot zu bitten. Wenn Sie keine eigene Börsensoftware benutzen, ist auch wichtig zu wissen, wie gut Sie mit der vom Broker angebotenen zurecht kommen und ob diese alle benötigten Informationen liefert.




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