Wer die ersten Schritte auf dem Börsenparkett hinter sich hat und dabei auch Erfolg hatte, bekommt Appetit auf mehr. Da überlegt man sich dann schnell, wie man noch mehr bewegen könnte – und schon ist man beim Hebel. Da ist nicht der Dichter gemeint, sondern der Umstand, dass man mit geringem Kapital größere Mengen an Wertpapieren bewegen kann. Vor allem im Derivatebereich ist oft vom Hebel die Rede. Doch wo viel Gewinn winkt, ist auch ein großer Verlust nicht weit. Im Derivatebereich sollte man sich immer vor Augen halten, dass die Derivate in erster Linie dem Ausgeber Gewinn bringen und erst in zweiter Linie der Anleger profitiert.
Eine andere Möglichkeit, das Wertpapiergeschäft zu verstärken, ist die Inanspruchnahme eines Wertpapierkredits, in Deutschland Lombardkredit genannt. Da dienen die im Depot liegenden Wertpapiere als Sicherheit für einen Kredit, mit dem man weitere Wertpapiere kaufen kann. Da die Verzinsung eines Bargeldguthabens meist sehr gering ist, ist es eine gute Strategie, Guthaben zu vermeiden und immer leicht “im Soll” zu sein; schließlich rechnet man bei den Wertpapieren mit mehr Gewinn als diesen die magere Guthabenverzinsung bietet.
Wer darüber hinaus den Wertpapierkredit in Anspruch nehmen will, muss sich im klaren sein, dass dieser mit den Kursen schwankt und auch bei einer Ratingänderung von Aktien plötzlich zurückgenommen werden kann. Daher sollte man immer genügend Sicherheit haben. Der Broker ist da rigoros. Bei einer Unterdeckung werden sofort Wertpapiere verkauft, bis die verbleibenden Wertpapiere den Kredit wieder abdecken, und man muss sehr schnell einzahlen, wenn man dies verhindern will.




Hier auf conserio.net finden Sie die besten seriösen Angebote, Tipps und Tricks für Ihr Geld, zusammengetragen von langjährigen Bankexperten.
Sie kommen aus Österreich?