Ihre Bonität ist das A und O, wenn es darum geht, ob die Bank Ihnen einen Kredit gewährt oder eben nicht. Es ist und bleibt nicht ganz unwichtig, ob und wie viele Sicherheiten Sie dem Kreditgeber für den Fall der Fälle bieten können, aber mit zweifelhafter oder schlechter Bonität hätten Sie sowieso von Anfang an ganz schlechte Karten.
Nur was genau heißt denn nun „eine gute Bonität haben“? Was muss man angestellt haben, um eine „schlechte“ Bonität zu haben? Einige Einflüsse, auf die Ratinginstitute und Recherche-Anbieter im Zuge der Bonität vertrauen, sind in meinen Augen aber zweifelhaft: So fließt z.B. in die Bewertung Ihrer Bonität ein bei welchem Telekomanbieter sie sind, oder ob sich Ihre E-Mail-Adresse bei einem kostenlosen oder kostenpflichtigen Anbieter befindet.
Mal davon abgesehen, lohnt es sich einige Dinge einzuhalten, um stets mit einer positiven Bonität ausgezeichnet zu werden:
• Bemühen Sie sich darum stets in einer Festanstellung zu arbeiten, d.h. Sie empfangen monatliche, gleich bleibende Gehaltszahlungen
• Fristgerechtes Begleichen jeglicher Rechnungen – noch besser ist es per Lastschrifteinzug zu bezahlen, da so erst gar keine Zahlung versäumt werden kann
• Schnelle Reaktion auf eventuelle Mahnungen: Sollte es doch einmal zu einer Mahnung kommen, heißt es schnell handeln. D.h.: Sofortige Geldüberweisung und anschließende persönliche Erkundigung per Telefon, ob der Betrag eingegangen ist und ob der Zahlungsverzug an irgendeiner dafür zuständigen Stelle gemeldet wurde
• Falls Sie Unternehmer sind, weisen Sie keine Verlust aus, auch nicht, wenn Sie daraus steuerliche Vorteile ziehen können
• Keine Kontoüberzüge, bzw. wenn doch: unverzügliche Regelung mit der Bank
• Ratenstundungen nur auf sich nehmen, wenn überhaupt nicht vermeidbar
• Vermeiden Sie Massen-Kreditanfragen! Denn jede Anfrage wird zu Protokoll genommen
• Betreiben Sie regelmäßige Abfrage der eigenen KSV- oder Schufa- und sonstiger Ratingdaten (Versuchen Sie es mit Telefonanrufen bei dem jeweiligen Institut)
• Lassen Sie Negativeinträge löschen: Kontaktieren Sie denjenigen, der Sie eintragen lassen hat und bitten um Löschung.
• Konstruktive Lösungen anstreben: Handeln Sie geschäftlich ohne Emotionen (auch wenn es manchmal schwer fällt) und neigen nicht dazu Ihr Gegenüber zu provozieren. Denn besteht der Negativeintrag erst einmal, stet es in seiner Macht, ob es jemals gelöscht wird oder nicht! Im Zweifelsfall immer den Kompromiss suchen! Denn auch hier gilt: Gewalt ist keine Lösung.
Aktuell schafft die EU klare länderübergreifende Richtlinien der Bonitätsbeurteilung von Privatpersonen. Deshalb wird es wohl schon hoffentlich bald keine unfairen Methoden mehr gehen. So lange sollten Sie stets vorsichtig sein und die obigen Regeln streng einhalten.




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