Beide Kredite haben erst einmal mehrere Gemeinsamkeiten. Sie erweitern den finanziellen Spielraum des Kontoinhabers und Zinsen werden nur für den tatsächlich in Anspruch genommenen Betrag berechnet. Somit scheinen beide Kredite gleich zu sein, sind es aber nicht.
Zum einen sind die Zinsen bei einem Dispositionskredit meistens wesentlich höher, was daran liegt, dass die Banken nicht mehr mit dem Geld arbeiten können, der der Dispositionskredithöhe entspricht, was bei der Anzahl an Dispositionskrediten in einer Filiale schon sehr viel ausmacht. Deshalb ist der Zinssatz bei einem Abrufkredit niedriger, da die Bank solange mit dem Geld arbeiten kann, bis es tatsächlich in Anspruch genommen wird. Der weitere Vorteil eines Abrufkredites ist, dass er eine Mindestrückzahlung pro Monat vorsieht, meistens 2% der in Anspruch genommenen Summe, und somit sichergestellt wird, dass sich die Kreditsumme immer weiter reduziert.
Bei einem Dispositionskredit kann es aber passieren, dass dieser langfristig komplett ausgereizt wird und so dem Kontobesitzer viele Zinsen abverlangt. Außerdem ist man auf die Bank angewiesen, bei der man sein Konto hat. Gewährt diese Bank einem keinen Dispositionskredit, so hat man aber immer noch die Möglichkeit, einen Abrufkredit bei einem anderen Institut zu beantragen, das man in diesem Falle frei wählen kann. Somit sind die Vorteile für den Verbraucher klar beim Abrufkredit zu finden.




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