Über Zahlungserinnerung und Mahnung – Vorlage, Muster, Vordruck (kostenlos); Mahnungen

Für jeden Angestellten und Arbeiter ist es ein völliger Normalzustand jeden Monat pünktlich seinen Lohn auf dem Konto vorzufinden. Kann der Arbeitgeber diese Selbstverständlichkeit nicht zum vereinbarten Datum leisten, bekommt er sofort Ärger mit den Beschäftigten und auch der öffentlichen Hand. Ganz anders sieht es für Selbstständige bzw. Freiberufler aus: Nicht selten wartet man lange, lange auf die Entlohnung seiner schon längst vollbrachten Leistungen.

Heutzutage ist Zahlungsverzug an der Tagesordnung, denn die Zahlungsmoral von Auftraggebern lässt mehr und mehr zu wünschen übrig. Jeder Selbstständige kennt das Problem: Jeder Auftraggeber setzt für die Auftragsfertigstellung eine strikte Deathline, geht es aber dann um die Bezahlung werden Fristen oft total missachtet. Eher kommt es immer wieder zu unvollständigen, um Skonto reduzierte, oder Teil-Zahlungen. Die dafür angeführten Gründe sind oftmals offensichtlich an den Haaren herbeigezogen. Doch was kann man in einem solchen Fall tun? Häufige Folge sind Verzögerungen bei anstehenden Anschaffungen, oder gar Zahlungsunfähigkeit bei zu bezahlenden Rechnungen des Selbstständigen.

Gerade deshalb ist es enorm wichtig, bei Zahlungsverzug rechtzeitig (angemessene!) Forderungen zu stellen. Das Zauberwort heißt hier: Forderungsmanagement. Hat man hier eine geschickte Strategie parat, erhält man seinen Lohn schneller und erhält so z.B. die Möglichkeit günstigere Großmengenposten zu erwerben. Doch wie weit kann man beim jeweiligen Kunden gehen? So sollte man einem Kunden, den man unter keinen Umständen verlieren möchte, nicht sofort ohne telefonische oder persönliche Rückfrage eine Mahnung schicken. Vielleicht wäre es sogar besser noch eine Weile stillschweigend zu warten? Die wenigsten Unternehmer trauen sich diesen letzten, gradlinigen Schritt der Mahnung zu gehen, obwohl ihnen das Geld natürlich zusteht.


Deswegen ist es meiner Meinung nach kein Unding jemanden, der eine längst fällige Rechnung nicht begleicht, auch darauf hinzuweisen.
Meinen Sie nicht auch, dass ordentliche Kunden genau so wie sie eine fristgerechte Ausführung der Arbeit erwarten, auch ihre Rechnungen fristgerecht zahlen sollten? In diesem Falle kann man zweifelsfrei von einem gut funktionierenden Geschäftsverhältnis sprechen. Sollte dies nicht der Fall sein, sollte man sich doch noch einmal gründlich überlegen, mit welchen Kunden man wirklich zukünftige Aufträge anstreben möchte. Also: Keine Angst davor haben auf Zahlungen zu bestehen, denn dieses Geld steht Ihnen zu!

Zu diesem Zweck stelle ich Ihnen Schriftvorlagen zur Zahlungserinnerung und für Mahnungen zur Verfügung. Als Grundregel sollte man immer so vorgehen, dass man höchstens 1 Zahlungserinnerung, gefolgt von 2 Mahnungen, mit jeweils 14 Tagen Abstand, verschickt. Befürchtet man, dass der Kunde ohnehin nicht zahlt, kann es auch nur eine Mahnung, die auch sofort die Fälligstellung darstellt, sein.

Mahnspesen und Verzugszinsen:
Was kann (und sollte man) dem Kunden denn alles an Mahnspesen in Rechnung stellen? Da wären Zeitaufwand für die Erstellung der Mahnung, Versandkosten für die Versendung dieser und der Transport zur Post. Wie fix ist so eine Stunde für das Schreiben und Versenden der Mahnung vergangen, in der man eigentlich auch mit seiner Arbeit hätte vorankommen können. Stellen Sie dies also ohne Bedenken in Rechnung. Diese verlorene Zeit kostet Ihr Geld! Hinzu kommen noch Verzugszinsen. In der Regel handelt es sich dabei zwischen Unternehmern um ca. 10% pro Jahr.

Sollte schließlich die letzte Mahnung erreicht werden, ist es durchaus legitim die „Einleitung weiterer Schritte“ zu bekunden. Im Folgenden sollte sie den Fall einem Inkassobüro übergeben oder eine Leistungsklage einreichen. Dies ist zwar ein unschöner Schritt, doch wer Ihnen Geld für ordentliche Arbeit vorenthält, muss eben damit rechnen. Der Weg der Mahnung ist und bleibt die einzige Möglichkeit die schlechte Zahlungsmoral unserer Zeit zu bekämpfen. Am besten geht man selbst mit gutem Beispiel voran, und bezahlt seine Rechnungen selbst pünktlich.

Hier nun schließlich die Download-Links.
Ersetzen Sie bei den Vorlagen einfach alle zwischen eingefügten Felder mit Ihren persönlichen Angaben. Und ebenfalls sehr wichtig: Vor dem Versand unbedingt noch einmal die Zahlungserinnerung oder Mahnung gut auf Fehler korrigieren.

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