Die Sparkassen bilden in Deutschland einen eigenen Bankensektor. Sie sind eine der Gruppen mit dem größten Filialnetz. Obwohl vieles inzwischen auch online und damit kostengünstig abgewickelt wird, hat man da im Hintergrund immer noch einen persönlichen Ansprechpartner. Manches, vor allem Schwierigeres, lässt sich so besser regeln, zumal die Sparkassen als “kleinere” Institute noch bewusst die Nähe zum Kunden suchen und der private Kunde oder kleine Unternehmer für sie nicht als “Peanuts” abqualifiziert wird. Als Kunde hat man da eine größere Freiheit. Man kann einerseits den kostengünstigen Online-Service nutzen und sich andererseits, wenn Not am Mann ist, eben auch in der Filiale Hilfe und Beratung holen.
Das Besondere bei den Sparkassen ist die öffentliche Trägerschaft. Städte, Gemeindeverbände oder inzwischen spezielle Körperschaften, wenn eine Sparkasse Gemeinde- oder Kreisgrenzen überschreitet, sind die Eigentümer; eine weitere Besonderheit ist, dass erstes Ziel eben nicht die Gewinnmaximierung ist.
Trotzdem bieten die Sparkassen alle Bankdienstleistungen an. Was sie nicht selbst bewältigen können, überlassen sie ihren Dachinstituten, den Landesbanken. Da sieht man aber auch, dass Größe eben nicht alles ist. Weil sich manche Landesbanken mit den Großbanken messen wollten und Geschäfte tätigten, die eigentlich nicht zu ihren Aufgaben zählten, kam es zu Schieflagen, die die Eigentümer zu teilweise erheblichen Bürgschaften zwangen.
Dem privaten Nachfrager nach Bankdienstleistungen kann dies eigentlich egal sein. Die Institute, mit denen er es zu tun hat, sind meist sehr gesund. Allerdings gilt dies nur für die Sparkassen in Deutschland. Im Ausland herrschen andere Bedingungen, und da ist “Sparkasse” nicht derselbe Qualitätsbegriff wie in Deutschland, sondern eine Bank wie jede andere.




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