Die mageren Renditen gängiger Kapitalanlagen wie Festgeld oder Anleihen verlocken natürlich dazu, nach anderen Anlagemöglichkeiten Ausschau zu halten. Da hört man von Versteigerungen, bei denen für ein einziges Bild Millionen bezahlt werden; ein Auktionshaus wirbt damit, dass für Schmuck hohe Preise bezahlt werden, und bei den “Shellseeker” kann sich die Hauptperson dank des Kunstverkaufs ein sorgenfreies Leben ermöglichen.
Im Einzelfall wird man durchaus mit solchen Dingen ein gutes Geschäft machen können und eine Rendite erwirtschaften, die ihresgleichen sucht. Doch dürfte das wirklich ein Einzelfall bleiben. Zunächst einmal sind dazu intime Kenntnisse der Szene gefordert. Man muss wissen, was gekauft wird. Denn das ist das Hauptproblem: es gibt keine Börsenkurse, und man muss einen Käufer finden. Wenn dieser dann mitbekommt, dass man verkaufen muss, sind die Preise gleich im Keller, und von einer Rendite ist weit und breit nichts zu sehen.
Daher ist Derartiges nicht als Kapitalanlage geeignet. Es ist schwierig, diese Dinge zu “versilbern”. Die günstigste Möglichkeit sind tatsächlich Versteigerungen und Auktionen. Dazu bedarf es zunächst einer Vorlaufzeit, bis eine geeignete Versteigerung stattfindet. Dann muss ein Katalog gedruckt werden, oder die Stücke müssen im Internet bekannt gemacht werden. Und eine Gewähr, dass für die Stücke geboten wird, gibt es ebenfalls nicht. Dazu müssen es immer auch besondere Stücke sein – wer einfach nur Schmuck kauft und meint, diesen später gewinnbringend zu verkaufen, möge sich einmal auf einem Internet-Handelsplatz nach den Preisen erkundigen. Da scheint manchmal der Materialwert höher zu sein als der geforderte Preis für das Schmuckstück.




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