Nach Wochen mit regelmäßig schlechten Nachrichten hat es den Anschein, als bahne sich eine leichte Erholung der desolaten Wirtschaftssituation an. Wir neigen dazu, darüber die prekäre Gesamtsituation zu vergessen. Dabei könnten wir die Entspannung dazu nutzen, uns auf den Fall der Fälle, nämlich den Kollaps unseres Wirtschaftssystems, vorzubereiten. Aber es gilt wohl als verschroben, sich einen Notvorrat anzulegen, oder?
[ad#squ-left]Wer seine Bedenken hinsichtlich der Tragfähigkeit unseres Sozialsystems offen äußert, bekommt rasch den Stempel des unbelehrbaren Pessimisten aufgedrückt. Denn schließlich sind wir daran gewöhnt, in finanziellen Notsituationen vom sozialen Netz unseres Staates aufgefangen zu werden. Und nicht nur dann: Generell kümmert sich der Staat darum, dass es keinem so richtig schlecht geht. Die beklemmenden Bilder von weiten Kreisen der Gesellschaft in Not sind für die Menschen unserer Zeit längst nur noch Geschichte.
Aber wird dieses Gefühl der Sicherheit auch in Zukunft Bestand haben? Wahrscheinlich, ja. Immerhin schließen sich die Nationen zusammen, um jede für sich und alle gemeinsam der weltweiten Wirtschafts- und Finanzmisere Herr zu werden, und das mit ungeheurem nicht nur finanziellem Aufwand. Diese wirtschaftliche Globalisierung birgt indessen auch Gefahren. Denn anders als noch vor etwa 100 Jahren sind wir alle so miteinander verwoben, dass sich der Kollaps eines einzelnen Staates schnell auf viele andere auswirkt. Schon jetzt sind einige Länder völlig überschuldet, und weitere könnten bald folgen. Ob die weltweit vorhandenen finanziellen Mittel die Krise beenden können, bleibt fraglich.
[ad#squ-right]Wenn nun tatsächlich das Geld aller Länder gemeinsam nicht ausreicht, um die derzeitige Wirtschaftskrise zu beenden, werden zunächst die ohnehin wirtschaftlich schwachen völlig zusammenbrechen. Dort werden wir nicht nur das Elend der Menschen, sondern auch die Rettungsversuche der jeweiligen Regierung verfolgen können. Zwar zählen Deutschland, Österreich und die Schweiz zu den reichsten Nationen überhaupt und werden daher zu den letzten zählen, die völlig kollabieren, aber einen bitteren Vorgeschmack auf unsere mögliche Zukunft könnten wir bereits beim Blick auf die Entwicklungs- und Schwellenländer bekommen. Wenn bei uns ein funktionierendes Wirtschaftssystem und damit auch die Verwaltung nicht mehr existieren, wird die Versorgung mit Nahrungsmitteln und anderen wichtigen Gütern nicht mehr gewährleistet sein, die Arbeitslosigkeit steigt in unermessliche Höhen, und die (vor allem finanzielle) Not der Menschen nimmt erschreckende Formen an. Allerspätestens jetzt ist es Zeit, den Haushalt mit einem Notvorrat auszustatten.
Es ist indessen nicht allein die Wirtschaftskrise 2008, die uns dazu bewegen sollte, einen Notvorrat anzulegen. Es gibt vielfältige Situationen, in denen wir plötzlich vor leeren Regalen in den Geschäften stehen könnten, und die wir alle in den letzten Jahren schon erleben mussten: Überschwemmungen, übermäßige Schneefälle oder auch die Folgen anderer Naturgewalten, atomare Katastrophen wie auch Tierseuchen – sie alle werden dazu beitragen, dass wir auf die längst selbstverständlich gewordene Versorgung mit Lebensmitteln, Heizstoffen und Elektrizität verzichten müssen. Mit einem Notvorrat im eigenen Haushalt sind Sie für solche Fälle zumindest einigermaßen gewappnet.




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