Manche Börsianer wollen sich ganz bewusst nicht an fundamentalen Kriterien wie Dividendenrendite oder Buchwert pro Aktie orientieren. Das ist Vergangenheit, sagen sie, und in den Kursen der Aktie längst berücksichtigt. Was allein wichtig ist: wo geht der Kurs in der Zukunft hin?
Dazu gibt es gelehrte Abhandlungen über alle möglichen Theorien. Heute im IT-Zeitalter ist das noch wesentlich verfeinert worden. Kursverläufe, die in der Vergangenheit mühsam von Hand aufgezeichnet und interpretiert wurden, werden heute vom PC in Bruchteilen von Sekunden für jede beliebige Zeitspanne ermittelt und gleich mit den relevanten Punkten versehen. Aber das ist doch auch Vergangenheit?
Das ist zwar richtig, aber es geht um die Zukunft. An einzelnen Merkmalen sei dies verdeutlicht. Wenn eine Aktie gesunken ist – und das sieht man nicht am einzelnen Kurs, sondern nur an seinem Verlauf -, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie steigt; jedenfalls gilt dies im Vergleich zu einer Aktie, die stark gestiegen ist. Dazu gibt es dann noch andere Hinweise wie etwa eine Bodenbildung oder eine bestimmte Art von Dreiecken, die man in den Kurs einzeichnen kann und zeigen sollen, wo der Tiefpunkt für den Aktienkurs liegt.
Dazu ist es heute ebenso schnell möglich, Kursvergleiche anzustellen. Wenn sich zwei Aktien desselben Marktsegments unterschiedlich entwickeln, obwohl ihre Marktchancen gleich sind, ist es eben wieder wahrscheinlich, dass die niedriger notierende zu der höher notierenden aufschließt. Diese hat dann das größere Kurspotential. Oder: beginnen zwei Aktien desselben Marktsegments zu steigen, dann hat jene mit dem steileren Anstieg das größere Kurspotential.




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