Banken sind Wirtschaftsunternehmen und unterliegen in Deutschland der staatlichen Aufsicht. Sie sind daher gehalten, für die Rückzahlung der ausgeliehenen Gelder Sorge zu tragen. Daher verlangen sie in der Regel eine Sicherheit vom Kreditnehmer. Das kann die Abtretung von Lohn- und Gehaltsforderungen, die Sicherheitsübereignung eines Autos oder anderer Wertgegenstände oder die Eintragung einer Grundschuld oder Hypothek auf das Grundstück des Kreditnehmers sein.
Gibt es auch Kredite, für die keine Sicherheit zu leisten ist? Grundsätzlich ja – doch lässt sich der Kreditgeber das höhere Ausfallrisiko meist recht teuer bezahlen. Er muss solche Ausleihungen auf spezielle Art finanzieren und hat selbst höhere Kosten, die sich in den verlangten Zinsen und Gebühren niederschlagen. Solche Kredite können dann auch “Schufa-frei” sein.
Selbst bei kleinen Krediten, für die die Stellung einer Sicherheit zu aufwendig wäre, schlägt sich dies im Zinssatz nieder. Ein Beispiel dafür sind Überziehungen auf dem Girokonto. Es empfiehlt sich daher die Nachfrage, bis zu welchem Betrag solche Überziehungen ohne Sicherheit geduldet werden. Dann kann der Zinssatz etwas günstiger werden. Kredite ohne Sicherheiten gibt es eventuell noch als Mitarbeiter-Darlehen vom Arbeitgeber oder im Verwandten- und Freundeskreis. Doch hört bekanntlich beim Geld die Freundschaft auf – ein solches Angebot ist nicht selbstverständlich und sollte durch pünktliche Rückzahlung honoriert werden.




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