Es sollte jedem einleuchten, dass Banken stets darum bemüht sind, das Kreditrisiko gering zu halten, denn Sie möchten schließlich auch – möglichst sicher – Geld verdienen. Kunden merken das an vorsichtigen Enscheidungen, der Forderung nach mehr und mehr Sicherheiten und an einer immer strenger werdenden Kreditüberwachung (“Gestion”). Hierbei achtet die Bank darauf, die Kredite auf möglichst viele verschiedene Kunden zu „verstreuen“, sodass der einzelne Kunde nicht zu viel „Macht“ erlangt.
Das Stichwort heißt hier „Klumpenrisiko“. Würde die Bank also einen übermäßig großen Kredit an einen einzelnen Kreditinteressenten vergeben, könnte das für die Bank zu einem großen Risiko werden. Man denke nur mal an eine plötzliche Insolvenz… Das würde ein sehr großes Problem für die Bank bedeuten – wie wir ja derzeit des öfteren sehen.
Ich möchte Ihnen das Klumpenrisiko wie folgt erklären: Ein Großkredit an einen einzigen Kunden klebt wie ein Klumpen am Bein, der am Vorankommen hindert. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass dieser Klumpen einen auch noch, wenn man aufgrund schlechter Umstände sowieso schon bis zum Hals im Wasser stehen sollte, weiter herunterzieht.
Genau deshalb gibt es für Kredite Obergrenzen, die Banken streng einhalten. Bei höheren Summen sagt die Bank aber auch nicht direkt „nein“, sondern teilt sich den Kredit mit anderen Banken, um so das Kredit-Komplettpaket zu schnüren. Dabei handelt es sich um eine so genannte Konsortialfinanzierung. Das ist für die Bank die einzige Möglichkeit sicher zu gehen, dass im Falle eines Kreditausfalls keine allzu große Bedrohung auf sie selbst übergeht.




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