An der Börse sollten Sie den Grundsatz beherzigen, nur Geld in variable Anlagen zu stecken, das Sie weder vollständig noch zu einem bestimmten Zeitpunkt brauchen. Und ein zweiter Grundsatz: nie auf Kredit zu spekulieren. Da liegen Gewinn und Verlust zu nahe beieinander, und im Verlustfalle sind die Wertpapiere nichts mehr wert, und man bleibt auf dem Kredit sitzen.
Trotzdem kann es sinnvoll sein, einen Wertpapierkredit in Anspruch zu nehmen, wenn man recht sicher ist, dass die Wertpapiere Gewinn abwerfen werden. Das ist bei einer langfristigen Anlage gut möglich, nicht aber bei einer kurzfristigen Spekulation. Ein solcher Wertpapier- oder Lombardkredit ist auch sehr leicht zu erhalten; teilweise wird er automatisch bei Depoteröffnung mit angeboten. Er ist aber nicht gerade billig.
Nehmen wir folgende Konstellation an: Ihre Vermögensplanung sieht vor, dass Sie in den nächsten beiden Jahren in Wertpapiere investieren wollen, und Sie können Ihrem Depot monatlich einen bestimmten Betrag zuführen. Sie schätzen die Börsensituation so ein, dass die heutigen Kurse günstig zu einem Einstieg sind. Da liegt es nahe, schon heute zu investieren und den Kredit über die nächsten beiden Jahre abzutragen.
In so einem Falle sollte man durchaus überlegen, anstelle des relativ teuren Lombardkredits einen günstigeren Ratenkredit in Anspruch zu nehmen. Dadurch kann man die Rendite des Depots deutlich aufbessern – auch das ist ein Hebel, zudem einer, den man persönlich beeinflussen kann. Meist ist das Wertpapierdepot als Sicherheit da gar nicht gefragt, und man hat den nicht in Anspruch genommenen Lombardkredit in der Hinterhand, falls etwas schief gehen sollte.




Hier auf conserio.net finden Sie die besten seriösen Angebote, Tipps und Tricks für Ihr Geld, zusammengetragen von langjährigen Bankexperten.
Sie kommen aus Österreich?