Eine Anleihe kann man bei ihrer Ausgabe zeichnen oder sie zu einem späteren Zeitpunkt über die Börse kaufen. Man kann sie halten bis zu dem Tag, an dem sie fällig wird. Dann erhält man das Kapital zu 100 % zurück. Man kann sie auch vorzeitig an der Börse verkaufen. Dann erhält man den aktuellen Kurs, der über oder unter dem Emissions- oder Kaufkurs liegen kann.
Das Ausfallrisiko ist das allgemeine Risiko, ob der Emittent die Anleihe zum Ablaufzeitpunkt zurückzahlen wird. Da er die Zukunft nicht kennt, kann er die Anleger davor nicht schützen. Dieses Risiko wird durch einen im Zinssatz enthaltenen Zusatz berücksichtigt, der je nach der Bonität höher oder niedriger sein kann.
Das zweite Kriterium ist das allgemeine Zinsniveau. Ist es wie im derzeitigen Umfeld recht niedrig, verkauft sich eine Anleihe mit entsprechendem Nominalzins schlecht, wenn die Anleger auf steigende Zinsen setzen. Dann muss der Emittent entweder einen höheren Nominalzins bieten, den er während der gesamten Laufzeit zahlen muss, oder er bietet an, den Zinssatz entsprechend dem allgemeinen Zinsniveau anzupassen. Dies geschieht, in dem er den Zinssatz an einen Index wie den Libor oder Euribor koppelt. Entsprechend der Änderungen des Index ändert sich auch der Zins der Anleihe. Eine solche Anleihe wird auch Floater genannt.
Für den Anleger hat dies den Vorteil, dass er immer einen dem allgemeinen Zinsniveau entsprechenden Zinssatz erhält. Dies gilt umgekehrt auch für den Emittenten. Er hat die Sicherheit, nie mehr als den allgemeinen Zinssatz bezahlen zu müssen, und bei einem weiteren Absinken des Zinsniveaus würde er auch davon profitieren.




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