Die überregional in Deutschland tätigen Banken lassen sich grob in drei Gruppen einteilen: Sparkassen und Volksbanken mit einem recht dichten Filialnetz auch in kleinen Orten, die Großbanken mit Filialen nur in den größeren Orten, und die Direktbanken, die mit dem Internet einen großen Aufschwung erlebten; ohne personalintensive Filialen können sie ihre Bankdienstleistungen günstiger anbieten. Dazu kommt, dass sie sich auf das Standardgeschäft beschränken. Individuell zugeschnittene Angebote darf man von ihnen nicht erwarten, wohl aber eine reibungslose Abwicklung der “normalen” Bankgeschäfte. Meist handelt es sich bei den Direktbanken um spezialisierte Tochtergesellschaften anderer Banken.
Wer sich über hohe Gebühren oder über zudringliche Bankberater ärgert, wechselt zur Direktbank. Das Konto ist schnell eröffnet. Meist findet sich der Antrag im Internet, und die Identität des neuen Kunden wird durch einen Postbeamten überprüft. Die Bankgeschäfte, beispielsweise Überweisungen, werden online oder per Telefonbanking erledigt. Bankcard und Kreditkarte sind meist inbegriffen, und Bargeld gibt es an den Automaten der mit der Direktbank verbundenen Banken in der Regel kostenlos. Auch auf andere Standardprodukte wie einen Raten- oder Autokredit muss man nicht verzichten.
Allerdings muss das Konto zu den persönlichen Bedürfnissen passen, wenn man wirklich sparen will. Eventuell muss ein Mindestguthaben gehalten werden, und Kontoüberziehungen können recht teuer sein.




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