Oft liest oder hört man von Großbanken. Was ist da “groß”? Weltweit haben die größten Banken Bilanzsummen von mehr als einer Billion (= 1.000.000.000.000) Euro oder mehr als 300.000 Mitarbeiter, je nachdem, welches Kriterium man verwendet. Da taucht aus Deutschland höchstens eine Bank, die Deutsche Bank, auf. An welcher Stelle sie steht, hängt allerdings auch wieder von den Vorschriften ab, nach denen die Bilanz aufgestellt wird. Nach IFRS beispielsweise, einer in Europa geltenden Regel, hatte sie 2008 eine Bilanzsumme von 2,2 Billionen Euro, nach US-GAAP, der in den USA geltenden Regel, wären dies nur 1,0 Billionen Euro. In Deutschland zählen neben der Deutschen Bank noch die Commerzbank, die HypoVereinsbank (die aber zur italienischen UniCredit gehört) und die Postbank zu den Großbanken.
Die Großbanken zählen zum privatwirtschaftlichen Bankensektor; meist werden sie in der Form einer Aktiengesellschaft geführt. Man kann also die Aktien der Bank kaufen. Privat ist das Girokonto bei einer Großbank meist nicht besonders günstig, weil die Großbank auf das “kleine” Geschäft entgegen anders lautender Beteuerungen keinen besonderen Wert legt. Nur so lange dies kostengünstig elektronisch abgewickelt werden kann, bringt es schließlich Gewinn. In allen anderen Fällen muss man mit Gebühren rechnen. Auch die Bankberater sind nicht so frei wie bei anderen Instituten. Sie sind sehr stark an interne Vorschriften gebunden, von denen sie nicht abweichen dürfen.
Für den “kleinen” Mann ist das Geld bei einer deutschen Großbank durch die staatliche Einlagensicherung gesichert. Bei höheren Beträgen muss man auf die Bonität achten. Großbanken können eben doch in Schieflage kommen oder gar in der Insolvenz landen.




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