Wer Geld anlegen und beispielsweise die Rendite erzielen will, die die 30 DAX-Unternehmen bieten, kann dies auf verschiedene Weise tun. Die einfachste Möglichkeit ist die, über die Börse ETF-Anteile, also Anteile an einem Exchange-traded Fund, zu kaufen, der den Kursverlauf des DAX abbildet. Ihm entstehen wie beim Kauf der Aktien direkt börsenmäßige Transaktionskosten beim Kauf und später beim Verkauf. Er muss nur noch entscheiden, was mit den Dividenden geschehen soll. Es gibt ETFs, die die Dividenden auszahlen, und solche, die die Dividende thesaurieren.
Er kann natürlich auch direkt in die 30 DAX-Aktien investieren. Da spart er sich die allerdings relativ niedrigen Verwaltungskosten des ETFs, die natürlich die Rendite schmälern. Dafür muss er aber die 30 DAX-Aktien in entsprechendem Verhältnis kaufen und nicht nur ein Börsengeschäft, sondern 30 Börsengeschäfte abschließen. Das kann teurer sein als der Erwerb der ETF-Anteile mit entsprechendem Wert. In jedem Falle muss er einen höheren Betrag investieren. Einen ETF-Anteil mag es schon für 100 Euro geben. Um den DAX zu kaufen, muss er etwa 6.000 Euro anlegen.
So wie ETFs für den DAX gibt es auch ETFs für zahlreiche andere Indizes, etwa den Dow Jones Index oder die STOXX-Indizes oder auch branchenbezogene Indizes. Dazu kommen inzwischen auch ETFs mit exotischerer Basis, so dass man sich schon genauer informieren sollte, wenn man an einem nicht alltäglichen ETF Interesse hat.
ETFs bieten somit eine gute Chance, an der Wertentwicklung eines speziellen Segments oder einer Branche teilzuhaben, wenn man keine einzelnen Werte kaufen möchte. Gegenüber normalen Fonds punkten sie mit der jederzeitigen Verkaufsmöglichkeit über die Börse.




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