Die comdirekt Bank ist eine Tochtergesellschaft der Commerzbank, der inzwischen zweitgrößten Bank Deutschlands. Sie widmet sich selbständig dem Direkt Banking mit den Bereichen Girokonto mit Anlage- und Kreditkonten, Depot und Wertpapiere und nicht zuletzt Beratung. Nachdem die in guten Börsenzeiten aufgebauten Auslandsengagements nicht den Erwartungen entsprachen, wurden sie verkauft. Inzwischen konzentriert sich die comdirekt Bank wieder voll auf den deutschen Markt.
Von einer großen Bank darf man alle Services rund um die Börsen erwarten. Ob dies auch kostengünstig ist? Das Gebührenmodell ist nicht ganz einfach strukturiert. Die Depotführung ist kostenlos, wenn man in den zwei Monaten zuvor mindestens 2 Wertpapiergeschäfte pro Monat getätigt hat, auf einen Wertpapiersparplan einzahlt oder das Girokonto nutzt. Wer weniger handelt, muss mit monatlichen Gebühren rechnen, die aber relativ moderat ausfallen.
Die Ordergebühren beginnen relativ günstig, sind aber vom Wert der Order abhängig. Die Maximalgebühr liegt beim Doppelten dessen, was andere Direktbanken mit ähnlichem Preismodell verlangen. Da kann auch ein Viel-Trader-Rabatt nur wenig darüber hinwegtrösten. Andererseits gelten die Transaktionskosten an über 50 Börsen weltweit. Etwas günstiger kommt man auch zu Aktien, wenn man den außerbörslichen Handel nutzt. Orderänderungen und die Nichtausführung einer limitierten Order kosten ebenfalls, doch sind XETRA-Teilausführungen innerhalb eines Tages kostenlos.
Günstige Konditionen gibt es bei regelmäßigen No-Fee-Angeboten. Doch können da Wertpapiere angeboten werden, die man eigentlich nicht kaufen möchte. Solche Angebote gelten speziell für Zertifikate, die der Bank ohnehin gute Erträge bringen. Neben Aktien und Anleihen können Fonds, Optionsscheine und Optionen gehandelt werden. Bei Anleihen und Optionsscheinen gilt das Preismodell für Aktien, für Optionsgeschäfte gilt ein höherer Mindestbetrag.




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