Bei finanziellen Problemen ist der Ärger über die Bank, die sich hartherzig zeigt und nicht hilft, oft nicht weit. Da überlegt man sich, ob es nicht Banken gibt, die nicht dem Gewinnstreben huldigen, sondern sich dem Wohl ihrer Kunden verpflichtet fühlen.
Eigentlich sollte man dies von Volksbanken und Raiffeisenkassen erwarten können, da diese als Genossenschaften ja ihren Mitgliedern gehören. Doch darf man da selbst als Genosse nicht viel erwarten. Ein besonderes Entgegenkommen gegenüber einzelnen Mitgliedern in Bedrängnis wird man vergeblich suchen – auch bei diesen Instituten heißt es “Da könnte ja jeder kommen …”.
Aber halt, es gibt doch auch “christliche” Banken? Es ist richtig, dass die großen Kirchen über ihnen nahe stehende Bankinstitute verfügen, an denen sie beteiligt sind oder die sich ganz in ihrem Besitz befinden. Es gibt Institutionen, die ausschließlich den kirchlichen Zwecken dienen, aber auch Institute, die sowohl Konten für kirchliche Mitarbeiter als auch für Dritte anbieten.
Das löst zwar keine Finanzprobleme. Denn im Gegensatz zu Geschäftsbanken gelten hinsichtlich der Geldanlage – und eine Kreditgewährung wäre eine Geldanlage für die Bank – noch strengere Regeln. Doch kann ein solches Konto “stressfrei” geführt werden. Man sollte sich aber zuvor anhand der Bedingungen informieren, ob es die erwarteten Dienstleistungen auch bieten kann. Je nach Institut wird man all das finden, was man von einer normalen Bank ebenfalls erwartet: Girokonto, Geldanlagen, Finanzierungen, ja selbst Versicherungen werden angeboten. Doch alles mit einem etwas höheren Anspruch, und immer mit Blick auf christliche Ziele. Wem diese Ziele nicht fremd sind, wird sich bei einer solchen Bank gut aufgehoben wissen.




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