Es gibt verschiedene Gründe, weshalb der Kurs einer Aktie steigt oder fällt. Oft ist dies nur die Meinung der Marktteilnehmer, die auf “Kaufen” oder “Verkaufen” abzielt. Wenn der Herdentrieb genügend groß ist, kann dies durchaus den Kurs beeinflussen. Es gibt aber auch ganz handfeste Gründe, die in der Aktie selbst liegen und die man aus Jahresabschlüssen und Veröffentlichungen ablesen kann. Solche Werte gewinnt man durch die fundamentale Aktienanalyse. Sie sind jedem Börsianer bekannt, doch kann sie jeder anders werten. Daher wird eine bestimmte Zahl nie zu einer einheitlichen Börsenmeinung führen.
Wer nur kurzfristig anlegt, kann von den fundamentalen Werten nur kurze Zeit vor und nach ihrer Veröffentlichung profitieren. Nur da haben sie Einfluss auf Kursbewegungen, die man nutzen kann. Anders ist es allerdings bei einem langfristig denkenden Anleger. Ihn interessiert nicht, ob die Aktie kurzfristig steigt, sondern eher, ob sie nachhaltige Erträge erwirtschaftet, die den Kurs und die Dividende stabil halten oder gar steigen lassen.
Für diesen Anleger ist einmal die Dividendenrendite wichtig. Was man heute auf dem (Giro-)Konto hat, kann einem nicht mehr genommen werden. Eine hohe Dividendenrendite, wenn sie über Jahre hinweg erreicht wird, sichert den Kurs ab und führt zu einem regelmäßigen Einkommen. Ein zweiter wichtiger Wert ist der Buchwert. Wenn die Aktie nahe am Buchwert notiert oder gar darunter, ist der Kurs ebenfalls abgesichert. Vorausgesetzt wird natürlich, dass dieser Buchwert realistisch ist. Aber dafür sollte eigentlich der Wirtschaftsprüfer, der die Bilanz der Gesellschaft testiert hat, gesorgt haben.
Ein gutes Börseninformationsprogramm sollte daher die Dividendenrendite und den Buchwert pro Aktie als Auswahlkriterien anbieten.




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