Bonität – die Fähigkeit, einen Kredit auch wieder zurückzahlen zu können – sollte eigentlich bei jedem Kreditsuchenden als selbstverständlich unterstellt werden. Wäre dem nicht so, wäre das eigentlich Betrug – und das wird man wohl dem normalen Bürger nicht unterstellen können. Das sehen teilweise sogar die Banken so. Deshalb machen sie ihre Kreditzinsen nicht mehr von der Erklärung des Kunden zur Bonität abhängig. Dies gilt natürlich nur bei kleineren Beträgen. Da würde eine Bonitätsprüfung auch Aufwand bedeuten, den die Bank gerne vermeidet. Bei größeren Beträgen wird selbstverständlich überall geprüft. Schließlich ist der Banker, der den Kredit genehmigt, auch seinen Vorgesetzten, und diese schließlich den Eigentümern der Bank gegenüber verantwortlich. Darüber hinaus verteuern ausfallende Kredite die Zinsen, die man verlangen muss, und dies geht zu Lasten der Konkurrenzfähigkeit.
Eine einfache Bonitätsprüfung anhand der Angaben im Kreditantrag kann heute schon der Computer erledigen. Daher ist es sehr wohl möglich, einen Kredit innerhalb weniger Minuten genehmigt zu bekommen. Die Angaben im Antrag müssen natürlich richtig sein. Wer da zu schummeln versucht, läuft Gefahr, strafrechtlich zur Verantwortung gezogen zu werden. Schließlich bestätigt man die Richtigkeit durch seine Unterschrift!
Was ist zur Bonitätsprüfung erforderlich? Meist ist weniger das vorhandene Vermögen, sondern das laufende Einkommen interessant. Das muss ausreichen, um die laufenden Zins- und Tilgungszahlungen leisten zu können, und es muss genug zum Leben übrig bleiben. Eventuell verlangt die Bank Kopien der Lohn- oder Gehaltsabrechnungen oder sogar die Kontoauszüge der letzten drei Monate. Falls man das als übertrieben ansieht, bleibt immer noch der Weg zu einer Bank, die darauf verzichtet.




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