Sicher haben Sie sich schon oft gefragt, wieso es bei der Bank noch so etwas wie Bearbeitungsgebühr gibt, denn eigentlich bekommt die Bank ja beispielsweise bei einem Kredit schon genug Zinsen von Ihnen?
In Wahrheit sieht es jedoch so aus, dass die Bearbeitung eines Kredites für die Bank einen großen Aufwand bedeutet. Unter anderem fallen folgende Arbeitsschritte an: Bonitätsprüfung, Aufsetzen aller Verträge und Sicherheiten-Urkunden, Einrichtung eines Kreditkontos, die rechtzeitige Bereitstellung der Liquidität, die laufende Kreditgestion (Kreditüberwachung).
Seit Basel II ist der komplette Vorgang nun noch wesentlich aufwändiger als zuvor sowieso schon. Natürlich lassen die Banken sich diesen zusätzlichen Aufwand auch bezahlen.
Um die anfallenden Kosten den Kunden und Kreditengagements genau zuordnen zu können, gibt es mehrere Ansätze: Entweder im Jahreszins „verstecken“, das Disagio verschieben oder deutlich auszuweisen. Nur auf dem letztgenannten Wege entspricht die Bearbeitungsgebühr dem Konsumentenschutz vollständig.
Die anfallende Bearbeitungsgebühr wird jeweils am Anfang der Laufzeit aufgerechnet. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, wie sie festgelegt wird: zwischen 0,5% (gut) und 2,0% (schlecht) der Gesamt-Kreditsumme oder als Festpreis (beispielsweise 150 EUR).
MEIN TIPP: Gerade bei Bearbeitungsgebühren heißt es verhandeln, da Banken hier in der Regel zu Gesprächen bereit sind. Schwieriger ist es, wenn der Kredit über einen Finanzberater eingereicht wird: Dieser nascht an der Bearbeitungsgebühr mit – und wird ungern verzichten.




Hier auf conserio.net finden Sie die besten seriösen Angebote, Tipps und Tricks für Ihr Geld, zusammengetragen von langjährigen Bankexperten.
Sie kommen aus Österreich?