Im Anleihemarkt gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie ein Emittent das von ihm ausgegebene Papier für die Anleger interessanter machen kann, um ausreichende Zeichner zu finden. Im wesentlichen sind es drei Kriterien, die den Zinssatz bestimmen, zu dem die Anleihe gezeichnet werden wird. Als erstes ist dies das Bonitätsrisiko. Das zweite Kriterium ist das allgemeine Zinsniveau. Das dritte Kriterium ist die Inflation, die dazu führt, dass das Geld, das man für die Anlage beispielsweise nach zehn Jahren zu 100 % zurück erhält, dann weniger wert ist als heute, weil man weniger dafür kaufen kann als heute.
Bei einer Anleihe mit Inflationsschutz möchte der Emittent das Risiko der Inflation für die Anleger minimieren. Dafür bietet er bei der Emission einen niedrigeren Nominalzinssatz. Er kann dazu zwei Varianten wählen. Bei der ersten Variante wird nur der Anleihebetrag an die Inflation angepasst. Dazu wird der Nominalbetrag mit einem Inflationsfaktor, der sich aus einem Verbraucherindex ergibt, vervielfacht. Beträgt die Inflation beispielsweise in einem Jahr 1,5 %, so steigt der Nominalbetrag um 1,5 %, und die Rückzahlung erfolgt nicht zu 100, sondern zu 101,5. Bei der zweiten Variante wird auch der Zins an die Inflation angepasst. Dann steigt auch die Ausschüttung.
Zeichnet der Anleger eine solche Anleihe und hält er sie bis zum Rückzahlungszeitpunkt, erhält er sein Geld inflationsbereinigt zurück und dazu noch während der Laufzeit je nach Variante auch inflationsbereinigte höhere Zinsen. Falls er aber eine solche Anleihe während der Laufzeit zeichnet, muss er beachten, ob im Kurs der Anleihe der Inflationsschutz bereits berücksichtigt ist.




Hier auf conserio.net finden Sie die besten seriösen Angebote, Tipps und Tricks für Ihr Geld, zusammengetragen von langjährigen Bankexperten.
Sie kommen aus Österreich?