Man kann nicht nur die Kurse von Aktien miteinander vergleichen, sondern auch den Kurs einer Aktie mit einem Index- oder Durchschnittskurs. Ein Index stellt den Kursverlauf – man sagt dazu “Chart” – verschiedener Aktien dar. Das kann ein allgemeiner Index (DAX, Dow Jones Industrial Average) oder auch ein Branchenindex sein. So kann man erkennen, welche Aktie “zurückgeblieben” oder schon “ausgereizt” ist.
Wesentlicher ist aber der Kursverlauf der Aktie, verglichen mit ihrem eigenen Durchschnittskurs. Kurzfristig gibt es da einen 7 – Tage – oder 30 – Tage – Durchschnitt. Deutlicher ist allerdings – und für den langfristig denkenden Anleger interessanter – der 200 – Tage – Durchschnitt, der sich aus den Aktienkursen der letzten 200 Börsentage, also etwa ein Jahr, errechnet.
Wenn der Kurs der Aktie eine solche Durchschnittslinie von unten nach oben durchstößt, spricht der Charttechniker von einem Kaufsignal. Umgekehrt lässt es sich als Signal zum Verkaufen deuten, wenn der Kurs der Aktie den Durchschnittskurs von oben nach unten durchstößt. Die kurzfristigen Charts neigen eher zu Fehlinterpretationen wie der langfristige Chart. Dafür erscheinen dort die Signale später, und man hat die ersten möglichen Kursgewinne schon verpasst.
Wer einen Chart betrachtet, wird immer ein mehr oder weniger großes Auf und Ab feststellen. Man muss den Mut haben, am Tiefkurs zu kaufen. Das ist aber nicht so einfach, weil die Angst vor weiterem Kursverlust da am größten ist. “Kaufen, wenn die Kanonen donnern” – damit hat mancher schon den Grundstein zu seinem Vermögen gelegt. Oder “Gewinne laufen lassen, Verluste sofort stoppen” ist eine andere Börsenweisheit.




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