Für den Begriff „Adressausfallrisiko“ gibt es auch einige andere Bedeutungen wie „Adressrisiko“ oder „Adressenrisiko“, die nur marginale Unterschiede aufweisen.
Im Kreditbereich ist damit gemeint, dass sich die Kreditwürdigkeit (die so genannte Bonität) eines Kreditnehmers verschlechtert und eine Bank fürchtet, ihren Kredit nicht zurückzubekommen.
Kommen wir nun zu der genaueren Unterscheidung der verwandten Begriffe:
Das Adressrisiko bezeichnet man in der Vermögensverwaltung als die Gefahr, dass sich die grundlegende Bewertung eines Unternehmens innerhalb der Branche verschlechtert. Dieser Faktor spielt bei der Wertentwicklung und Rückzahlung eines Wertpapiers eine große Rolle.
Geschieht es also, dass ein Unternehmen über längere Zeiträume nur rote Zahlen einfährt und daraufhin auch der Aktienkurs stark nach unten geht, oder der Emittent einer Anleihe diese nicht mehr oder nur verspätet zurückzahlen kann, so sprechen wir vom Adressrisiko.
Diesen Fall konnten wir anhand argentinischer Staatsanleihen beobachten, als der Staat Argentinien sich plötzlich mit der Situation konfroniert sah, die eigenen Anleihen nicht mehr zurückzahlen zu können. Genau dieses Risiko nennt man das Adressrisiko.
Adressausfallrisiko: Hierbei befinden wir uns in der Welt der Kredite. Man bezeichnet damit die Gefahr der wirtschaftlichen Verschlechterung bzw. schließlich des Totalausfalls eines Kredites. So passiert es gar nicht mal so selten, dass Privatpersonen oder Unternehmer plötzlich ihre Kredite nur noch teilweise oder gar nicht mehr zurückzahlen können. Tritt diese Situation ein, sprechen wir vom „Ausfall“ eines Kredites.




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