10 Gründe FÜR die Selbständigkeit – Freiheit und Selbstbestimmung

In der heutigen Zeit gibt es an jeder Ecke Wege und Möglichkeiten, selbst seines Glückes eigener Schmied zu werden. Im Folgenden möchte ich Ihnen 10 Gründe FÜR ein womöglich besseres Leben in der Selbstständigkeit nennen.

Wer kennt es nicht: Man spricht mit seinen Großeltern oder anderen älteren Herrschaften, und es fallen immer wieder Sätze wie „Früher war noch alles besser“, „in den guten, alten Zeiten“, „Ihr Jungen habt’s heutzutage schwer!“. Recht haben sie schon, denn man kann nicht abstreiten, dass das Rad der Zeit heutzutage um einiges schneller läuft, als es vor ein paar Jahrzehnten noch der Fall war. Obwohl der Leistungsdruck ständig steigt, könnte es so aussehen, dass wir später, wenn wir einmal in den Ruhestand gehen, nahezu gar keine Pension mehr bekommen.

Jeder Arbeitnehmer hat in seinem Betrieb zu funktionieren, und zwar gefälligst gerecht seiner Leistungsziele. Wer zu wenig leistet oder sich zu viele Auszeiten nimmt, wird ersetzt. Wer nicht vorsorgt, bekommt später im Alter einmal gehörige Probleme. Die Inflation steigt, Löhne sinken, die Wirtschaft steckt momentan sowieso schon in einer Krise. Gesundheitsstatistiken, Mobbing-Reports und die Arbeitlosenquote bei Menschen jenseits der 50 zeigen auch nicht, dass in naher Zukunft eine Entwicklung in die positive Richtung möglich wäre.

Doch das schlimmste ist: Sie zeigen der jüngeren Arbeiter-Generation, was uns in etwa erwartet, wenn auch wir einmal älter sind. Wir wissen genau, was auf uns zukommt, wenn wir uns unserem Schicksal beugen. Deshalb habe ich für meine Familie und auch mich selbst die eiserne Entscheidung getroffen bei diesem Spiel nicht mitzumachen, sondern uns selbst zu versorgen. Jüngste Entwicklungen zeigen, dass ich damit nicht allein auf weiter Flur stehe, sondern viele Menschen den Weg in die Selbstständigkeit suchen.
Vor kurzem schieb die Wochenzeitung Format beispielsweise von „Der Generation Einzelkämpfer“.

Es gibt in letzter Zeit einen deutlichen Trend Richtung 1-Personen-Unternehmer/Unternehmerinnen. Na gut, ein Teil dieser Menschen wurde vermutlich nur in die Selbstständigkeit hineingedrückt, um die Arbeitslosenquote etwas schöner aussehen zu lassen, als sie eigentlich ist. Manche sehen vielleicht keine andere Chance mehr ihre Familie zu ernähren. Doch ich bin mir sicher, dass bei vielen ganz alleine der Wunsch nach Freiheit und Beendigung der Fremdbestimmung der ausschlaggebende Grund dazu ist, ein eigenes Gewerbe zu gründen. Sie erhoffen sich davon außerdem mehr Spaß an dem, was sie tun, zu haben, denn man kann plötzlich selbst entscheiden welchen Auftrag man annimmt und welchen nicht. Es tanzt alles nach der eigenen Pfeife und nicht nach der eines strengen Chefs, an dessen Entscheidungen nichts zu rütteln ist. Man kann sich endlich auf ganz alleine sich selbst verlassen.

Hier also die 10 Gründe, warum es sich aus meiner Sicht für uns lohnt, selbständig zu werden:

Vorsorge: Auf die staatliche Vorsorge ist ohnehin kein Verlass mehr. Spätestens wenn man nach seinem gesamten in Laufrad-Anstellung verbrachten Berufsleben nicht aus der „staatlichen Zukunftsvorsorge“ und der Pension leben kann, fragt man sich was man verkehrt gemacht hat. Wer selbst etwas unternimmt, hat zumindest die Chance, Systeme aufzubauen, die dauerhaften Ertrag bringen, auch nach der Pensionierung.
Sicherheit: Selbstständige arbeiten in eigener Verantwortung, also quasi „nur mit sich selbst“. Dadurch gibt es niemanden der ihnen einfach so kündigen kann. Kein gewöhnlicher Arbeitnehmer hat heute mehr eine Garantie, dass er morgen noch dort arbeitet, wo er es gerade tut. Stichworte wie „Shareholder Value“ und vor allem Profitgier sind die Hauptgründe dafür, wieso immer wieder Tausende Beschäftigte eines großen Unternehmens von der einen auf die andere Sekunde ihren vermeintlich sicheren Arbeitsplatz räumen müssen.
Spaß: Ich glaub es ist keine Lüge, wenn ich behaupte, dass wir mindestens 1/3 unseres kompletten Lebens mit Arbeiten verbringen. Ein weiteres Drittel unseres Lebens besteht aus Schlaf, bleibt also noch höchstens ein Drittel für Freizeit. Warum arbeiten wir dann? Richtig, es ist ein notwendiges Übel, um uns unsere Freizeitaktivitäten leisten zu können. Man könnte fast sagen: Wir arbeiten, um zu (über)leben. Wäre es nicht viel schöner, wenn man bei der Arbeit selbst auch Spaß und Freude hätte? Mir geht es so, dass ich nicht selten davon erzähle, dass ich mich auf den kommenden Montag freue. In dieser Situation wissen nur ebenfalls Selbstständige Kollegen, was ich damit meine, Unselbstständigen werde ich damit nur ein Kopfschütteln entlocken.
Zeitliche Unabhängigkeit: Einem Selbständigen ist es möglich seine Arbeitszeiten flexibel zu gestalten. Selbstverständlich gibt es bei allen Aufträgen eine Deathline, aber ob er nun untertags, abends, am Wochenende oder gar an einem Feiertag arbeitet, bleibt ganz allein ihm überlassen. Im gewöhnlichen Arbeitsleben gibt es hingegen genauste Vorschriften zu Urlaubsplanung (meist Monate vorher), genaue Zeiterfassung, Anwesenheitspflicht, Rechtfertigungszwang bei kleinen Fehlern (die nun mal menschlich sind), usw. Die Möglichkeit JETZT von meinem Stuhl aufzustehen (Dienstag, 16:07 Uhr) und einfach eine Fahrradtour zu machen, bedeutet für mich die größte Unabhängigkeit und Freiheit, die ich mir im Leben vorstellen kann. Dass ich diese Möglichkeit jetzt gerade nicht Anspruch nehme und stattdessen weiter schreibe, tut dem keinen Abbruch.
Freiheit: Als UnternehmerIn hat man Entscheidungen selbst in der Hand. Es gibt niemanden der einem sagt: „Das hast du so und so zu machen!“. Im Rahmen der gesetzlichen/persönlichen/finanziellen Voraussetzungen kann man tun und lassen, was man will.
Verantwortung: Wir sind nicht nur für uns selbst da, sondern auch für andere. Wenn wir schon wissen oder absehen können, dass die Zukunft für Unselbständige nicht unbedingt rosig aussieht, müssen wir andere Wege finden, unserer Verantwortung gerecht zu werden.
Erfolg: Da heutzutage Geschäfte dank des Internets viel häufiger international abgewickelt werden, gibt es viel mehr Geschäftsmöglichkeiten als noch vor einigen Jahren. Selbst „nur“ durchschnittlich begabte Händler und Kaufleute können Erfolg haben, wenn sie nur den richtigen Riecher haben und über eine entsprechende Weitsicht verfügen. Als Selbstständiger sucht man sich seinen Erfolg einfach selbst!
Stolz: Das hört sich vielleicht im ersten Moment etwas seltsam an, aber überlegen Sie mal genau wie oft sie auf der Arbeit Dinge tun müssen, die Ihnen überhaupt keinen Spaß machen, vielmehr unter Ihrem Niveau sind, Sie regelrecht erniedrigen? Dagegen kann man als unselbstständiger Arbeitnehmer aber leider wenig bis gar nichts unternehmen. Als Selbstständiger hingegen entscheide ich selbst, was ich mit mir vereinbaren kann und was eben nicht.
Flexibilität: Ein-Personen-Unternehmen reagieren schneller auf sich ändernde Rahmenbedingungen, haben also die Chance, immer Up-To-Date zu bleiben. Große Unternehmen sind behäbig, schnell können sie zum alten Eisen gehören. Siehe z. B. Microsoft – eine wenige Jahrzehnte alte Firma, die den Internet-Trend verschlief, und ihn nicht mehr einholen kann. Dessen Angestellte können jetzt um ihre Jobs zittern. Wo ist hier die viel gepriesene Sicherheit der Unselbständigkeit?
Förderungen: Der Staat stellt Selbstständigkeits-Startern umfassende Förderungen zur Verfügung. Seine Motivation mag in der Senkung von Arbeitslosenzahlen liegen, Ihre Motivation sollte sich in den zuvor genannten Punkten wieder finden. Nun müssen Sie nur noch das Aufeinandertreffen dieser unterschiedlichen Motivationen so gut wie möglich für sich selbst auszunutzen wissen. Auf Sie warten viele Zuschüsse, wie z.B: Sparzuschüsse, Einmal-Investitionszuschüsse, Bankgarantien oder Zuschüsse zu Personalkosten. Mehr Informationen dazu erhalten Sie bei der für Sie zuständigen Handels- und Wirtschaftskammer.

Das waren die 10 Gründe, aufgrund welcher ich mich dazu entschieden habe einer unter vielen Selbstständigen zu werden, statt weiter über die Zustände am Arbeitsmarkt zu jammern. Heutzutage muss man nur alles mit etwas mehr Optimismus angehen, also es die meisten Menschen tun, denn wir haben mehr Möglichkeiten als alle Generationen vor uns zusammen, und diese Chance sollten auch Sie nutzen.

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