Haben Sie es schon einmal so betrachtet? Umso mehr Menschen um den Esstisch herum sitzen, desto weniger Geld haben Sie.
Klar sollte sein, dass Familien, die mehrere Kinder haben, sich finanziell viel stärker einschränken müssen, als Singles oder Partner, die zwar zusammenleben, aber keine Kinder haben. Im Umkehrschluss werden unsere Kinder, insofern wir denn welche haben, aber auch in der Zukunft diejenigen sein, die einmal für uns sorgen (könnten).
Schaut man sich nun die Höhe des Kindergeldes an, so wird schnell deutlich, dass es sich dabei von staatlicher Seite nur um halbherzige Hilfe handelt. Sollten es nun auch noch unerwartet Zwillinge oder gar Drillinge werden, wird die ursprünglich positive Familienplanung schnell zur Schuldenfalle.
Deshalb stelle ich Ihnen hier 10 Gründe gegen eine dahingehende Familienplanung vor:
• Kaum mehr Förderung vom Staat: Ich erinnere mich noch an vor ein paar Jahren, als es noch Boni wie Geburtenbonus, höhere Familienzuschüsse und andere Vergünstigungen gab, von denen man heutzutage nichts mehr wissen will. Kinder kriegen wird oft gar nicht mehr als erstrebenswert angesehen.
• Kindergeld / Kinderbeihilfe: Wie bereits oben schon erwähnt, reicht das Kindergeld vorne und hinten nicht, wenn man seinen Schützlingen auch nur ein bisschen etwas bieten möchte.
• Fallende Kaufkraft: Geht man nach der realen, nicht gemessenen Inflation, so bekommen wir von Jahr zu Jahr weniger für uns schwer verdientes Geld. Ohne Doppelverdiener zu sein, haben es Familien mit Kindern sehr schwer.
• Nahrungsmittelpreise erhöhen sich immer mehr: Es ist nur eine Frage der Zeit bis alles außer unseren Grundnahrungsmitteln getrost als Luxus deklariert werden kann.
• Babywunsch = Karriereknick? Sobald das Baby da ist, muss einer von beiden zu Hause bleiben und sich um das Kind kümmern. Oftmals unterbricht dies abrupt das bisher steile Erklimmen der Karriereleiter.
• Verstärktes Modebewusstsein: Das Tragen von Markenkleidung rückt immer mehr in den Vordergrund. Wer etwas darstellen will und nicht als Außenseiter dastehen will, muss sich dem fügen. Und das geht richtig ins Geld. Sogar im Kindergarten fängt es mittlerweile an.
• Eigenmächtiger Konsum beginnt immer früher: Durch immer geschickter gestrickte Werbekampagnen gelingt es den Medien, Jugendliche in immer geringerem Alter quasi dazu zu zwingen ein eigenes „Konsumerhalten“ aufzubauen. Man denke nur einmal an die Handygeneration.
• Zwiespalt Kind und Selbstständigkeit: Da es heute gar mal mehr so einfach ist einen Job als Angestellter in einem Unternehmen zu bekommen, versuchen es viele sofort mit der Selbstständigkeit. Sollte man aber gerade in der Umbruchsphase Vater oder Mutter werden, gibt es zwei Wege (die aber beide nicht gerade erfüllend sind): 1. sich für Kind und Unternehmen „in zwei Stücke teilen“, dadurch aber die eigene Gesundheit zu gefährden, oder 2. sich voll und ganz dem Baby zuwenden, aber damit die finanzielle Zukunft im Ungewissen lassen.
• Miete oder Finanzierung des Eigenheims: Es ist bewiesen, dass Menschen umso aggressiver werden, umso weniger Lebensraum sie zur freien Entfaltung zugestanden bekommen. Eine größere Familie haben, bedeutet also auch gleichzeitig mehr Platz zur Verfügung stellen. Aber wer soll das bezahlen? Die Kaufkraft sinkt von Jahr zu Jahr, Immobilien werden sowieso schon seit Jahren teurer und teurer. Wie soll das noch enden?
• Urlaub – nahezu nur mit Kredit möglich? Selbstverständlich wollen wir uns hin und wieder mal eine Pause vom schweren Alltag gönnen. Doch betrachtet man die Urlaubs-Preise für Kinder einmal genauer, wird es mit Erholung auch schon wieder, trotz Urlaub, sehr schwer: Kaum aus den Windeln heraus, wird für Kinder schon fast genau so viel fällig wie für Erwachsene. Da bleibt möglicherweise nur noch ein Konsumkredit – der Anfang der Schuldenfalle?
Es muss endlich etwas geschehen, dass Politiker das Kinderkriegen wieder mehr in Mode bringen. Ein wichtiger Schritt wäre eine verstärkte Förderung für werdende Eltern. Denn ansonsten könnte es sein, dass bald nahezu niemand mehr Kinder bekommen will, da so etwas zum Luxusgut mutieren könnte. Aber leider einem Luxus, den keiner haben will…




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